DIE MEISTEN MENSCHEN WISSEN GAR NICHT, WAS SIE WIRKLICH WOLLEN

Ich weiss, das klingt im ersten Moment ziemlich provokativ.

Natürlich wissen wir, was wir wollen.

Oder?

Du weisst, was du tun sollst aber weisst du, wer du bist?

Aber je älter ich werde, desto mehr glaube ich, dass die meisten Menschen zwar wissen, was sie tun, was sie sollten und was von ihnen erwartet wird aber erstaunlich wenig darüber wissen, wer sie eigentlich wirklich sind.

Ich glaube, das ist eine der grössten Tragödien überhaupt.

Dass ein Mensch ein ganzes Leben leben kann, ohne sich selbst jemals wirklich kennengelernt zu haben.

Warum wir reisen, lesen und kaufen und trotzdem nichts finden

Wir reisen. Vielleicht, weil wir hoffen, irgendwo auf der Welt das zu finden, was wir in uns selbst verloren haben. 🌿

Wir konsumieren. Kaufen Dinge. Ein neues Kleid. Eine neue Tasche. Ein neues Hobby.

Und manchmal glaube ich, dass wir gar nicht die Dinge kaufen. Sondern das Gefühl, das wir uns davon versprechen.

Schön genug zu sein. Erfolgreich genug. Geliebt genug. Endlich angekommen zu sein.

Wonach du wirklich hungerst

Aber wonach suchen wir eigentlich wirklich?

Oder vielleicht nach etwas viel Einfacherem. 🌱

Nach uns selbst.

Wenn du das Leben anderer mehr siehst als dein eigenes

Wir scrollen stundenlang durch das Leben anderer Menschen. Beneiden sie vielleicht heimlich für ihre Schönheit. Für ihren Mut. Für ihre Leichtigkeit. Für ihr scheinbar perfektes Leben.

Während wir gar nicht merken, wie wir langsam den Kontakt zu unserem eigenen Leben verlieren.

Wir treffen Menschen. Gehen auf Dates. Führen Gespräche. Lernen andere kennen.

Und manchmal frage ich mich:

Wann haben wir uns eigentlich das letzte Mal selbst getroffen?

Wann hast du dich selbst zuletzt getroffen?

Nicht die Mutter. Nicht die Partnerin. Nicht die Tochter. Nicht die Freundin. Nicht die Frau, die funktioniert.

Sondern die Frau darunter.

Die Frau, die vielleicht noch Träume hat. Die neugierig ist. Die albern sein kann. Die vielleicht tanzen möchte. Oder malen. Oder ein Instrument lernen. Oder alleine verreisen.

Oder einfach knallroten Lippenstift tragen, obwohl sie jahrelang dachte:

„Das ist nichts für mich.“

Aber wie soll uns jemand wirklich erkennen, wenn wir selbst kaum wissen, wer wir hinter all unseren Rollen, Erwartungen und Schutzmechanismen eigentlich sind?

Und genau dort beginnt für mich etwas unglaublich Spannendes.

Kennst du dich wirklich – oder nur deine Rolle?

Die Sätze, die du nie überprüft hast

Denn wie oft sagen wir Dinge über uns, die wir nie wirklich überprüft haben?

Ich mag kein Rot. Ich bin nicht kreativ. Ich bin kein Bikini-Typ. Ich bin halt bescheiden. Ich bin nicht mutig. Ich bin nicht sportlich. Ich bin zu alt. Ich bin zu jung. Zu dick. Zu dünn. Zu ungeschickt. Zu laut. Zu still. Zu was auch immer…

Aber woher wissen wir das eigentlich? Hast du es ausprobiert? Oder wurde dir das irgendwann gesagt?

Und dann hast du beschlossen, dass es wahr sein muss?

Und vielleicht beginnt genau dort der Autopilot

Nicht bei den grossen Lebensentscheidungen. Sondern bei den kleinen Dingen. Bei den Dingen, die wir kaum noch hinterfragen.

Nicht bei den grossen Lebensentscheidungen. Sondern bei den kleinen Dingen. Bei den Dingen, die wir kaum noch hinterfragen.

Wir greifen morgens wieder zur gleichen Hose. Zur gleichen Farbe. Zum gleichen Stil.

Und sagen: „So bin ich eben.“

Echt? Bist du das wirklich? Ist das wirklich so?

Oder hast du dich einfach daran gewöhnt?

Wie oft sagen wir: „Das interessiert mich nicht.“

Und wenn wir ehrlich wären, müssten wir vielleicht sagen: „Ich habe es nie ausprobiert.“

Oder: „Ich habe mich nie getraut.“ Oder: „Ich habe irgendwann beschlossen, dass das nichts für Menschen wie mich ist.“

Und genau dort wird es für mich interessant.

Denn wie viele Dinge in unserem Leben haben wir wirklich bewusst gewählt? Und wie viele sind einfach Gewohnheiten geworden?

Geschichten, die wir uns immer und immer wieder erzählen. Oder Geschichten, die andere uns erzählt haben.

Und wir haben sie irgendwann geglaubt.

Ich bin nicht kreativ. Ich bin nicht mutig. Ich bin nicht sportlich. Ich bin nicht schön genug. Ich bin nicht (setze ein, was du immer willst…).

Ich bin nicht der Typ für sowas.

Und irgendwann werden diese Sätze zu unserer Wahrheit. Obwohl wir sie nie überprüft haben.

Schönheit kennt keine Kleidergrösse

Ich finde gerade Schönheit ein unglaublich spannendes Beispiel.

Welche Frau hat nicht irgendwann angefangen, gegen ihren eigenen Körper zu kämpfen?

Zu dick. Zu dünn. Zu klein. Zu gross. Zu alt. Zu faltig. Zu viel Cellulite. Zu dies. Zu das.

Und irgendwann stehen wir vor dem Spiegel und denken: „Mit dieser Figur kann ich doch keinen Bikini mehr tragen.“

Und ganz ehrlich? Wer hat das eigentlich beschlossen? Wer? Instagram? Ein Werbeplakat? Eine fremde Person?

Oder vielleicht dieser eine Satz aus deiner Jugend, der sich tiefer eingebrannt hat, als er jemals hätte dürfen?

Und genau das meine ich.

Wie viele Dinge halten wir für unsere Wahrheit, obwohl sie vielleicht nur eine alte Geschichte sind, die wir irgendwann über uns geglaubt haben?

Und ich liebe die Donnas dort. Nicht weil sie perfekt sind. Sondern weil sie da sind. Mit ihrem roten Lippenstift. Mit ihren lackierten Fingernägeln. Mit ihrem Kleid. Mit ihren Rundungen und Kurven. Mit ihren Falten. Mit ihrer Ausstrahlung.

Sie entschuldigen sich nicht für ihre Existenz.

Und vielleicht ist genau das Schönheit. Nicht die perfekte Figur. Nicht die perfekte Haut.

Nicht das perfekte Alter.

Sondern Frieden mit dir selbst. 🌳

Ich glaube, Schönheit kennt kein Alter. Keine Kleidergrösse. Keine Hautfarbe. Nicht einmal ein Geschlecht.

Und trotzdem versuchen wir uns ständig in irgendein Bild hineinzupressen, das für die allermeisten Menschen gar nie gedacht war.

Dabei sehe ich im echten Leben etwas ganz anderes. Ich sehe Frauen, die lachen. Frauen, die strahlen. Frauen, die lebendig sind.

Und ganz ehrlich?

Die meisten davon sehen überhaupt nicht aus wie die Frauen auf den Plakaten. Sie sehen viel echter aus. Viel freier. Viel schöner. Viel lebendiger.

Vor allem dann, wenn sie sich erlauben, sie selbst zu sein.

Wer bist du, wenn du alle Rollen weglässt?

Und vielleicht gilt genau das nicht nur für Schönheit. Sondern für das ganze Leben.

Wie viele Talente bleiben unentdeckt?

Wie viele Wünsche bleiben unerfüllt?

Wie viele Interessen bleiben ungelebt?

Wie viele Menschen beneiden andere heimlich für etwas, das sie selbst nie ausprobiert haben?

Die Frau, die malt. Die Frau, die tanzt. Die Frau, die reist. Die Frau, die sichtbar ist. Die Frau, die mutig wirkt. Die Frau, die ihr Leben so richtig liebt.

Dabei wissen wir oft gar nicht, ob nicht auch etwas davon in uns steckt. Weil wir die Tür nie geöffnet haben. Weil wir irgendwann angefangen haben zu glauben, wir wüssten bereits, wer wir sind.

Und weisst du, was ich manchmal noch trauriger finde?

Vielleicht beneidest du andere Frauen gar nicht wirklich. Vielleicht beneidest du den Teil in ihnen, den du dir selbst nie erlaubt hast zu leben.

Die Frau, die laut lacht und sich nicht dafür entschuldigt. Die Frau, die alleine verreist. Die Frau, die sichtbar ist. Die Frau, die tanzt, obwohl sie nicht perfekt tanzen kann. Die Frau, die rot trägt. Die Frau, die mutig wirkt.

Die Frau, die einfach sagt: „Das bin ich.“

Und vielleicht macht dich das gar nicht neidisch. Vielleicht macht es dich traurig.

Weil du tief in dir spürst: Da gibt es auch noch eine Frau in mir. Eine Frau, die ich nie richtig kennengelernt habe. Vielleicht, weil ich zu lange damit beschäftigt war, die Tochter zu sein, die niemandem Sorgen macht.

Die Partnerin, die Verständnis hat. Die Mutter, die alles zusammenhält. Die Frau, die vernünftig ist. Die Frau, die funktioniert.

Und irgendwann vergehen Jahre.

Vielleicht Jahrzehnte.

Und plötzlich taucht diese Frage auf: Wer bin ich eigentlich, wenn ich all das einmal weglasse?

Kein Beruf. Kein Titel. Keine Rolle. Keine Erwartungen. Keine Maske.

Keine Geschichte darüber, wer du sein solltest.

Wer bleibt dann übrig?

Und vielleicht macht genau diese Frage vielen Menschen Angst.

Weil sie merken: Ich weiss es gar nicht.

Nicht, weil mit mir etwas falsch ist. Sondern weil ich jahrzehntelang damit beschäftigt war, die Frau zu sein, die andere von mir brauchten.

Vielleicht glaubst du, du kennst dich. Aber vielleicht kennst du vor allem die Version von dir, die entstanden ist, damit andere dich lieben.

Damit du dazugehörst. Damit du sicher bist. Die brave Version. Die vernünftige Version. Die starke Version. Die pflichtbewusste Version. Die Version, die funktioniert.

Aber bist das wirklich du?

Oder war das einfach die Frau, die du werden musstest, um geliebt zu werden?

Und wenn das stimmt…

Wer wärst du dann ohne all das?

Der schönste Anfang deines Lebens

Und vielleicht ist genau das die eigentliche Tragik. Nicht, dass wir Fehler machen. Nicht, dass wir Umwege gehen.

Sondern dass wir mit Seiten von uns sterben könnten, die niemals gelebt wurden.

Mit Reisen, die wir nie gemacht haben. Mit Kleidern, die wir nie getragen haben. Mit Liedern, die wir nie gesungen haben. Mit Träumen, die wir lächerlich fanden. Mit Talenten, die wir nie entdeckt haben.

Mit Möglichkeiten, die wir nie ausprobiert haben.

Weil wir irgendwann aufgehört haben, neugierig auf uns selbst zu sein.

Vielleicht geht es am Ende gar nicht darum, ein neuer Mensch zu werden.

Vielleicht geht es darum, wieder anzufangen zu fragen: Mag ich das wirklich? Will ich das wirklich? Bin das wirklich ich?

Oder habe ich es einfach so lange gemacht, dass ich glaube, das sei ich?

Denn vielleicht ist die spannendste Reise unseres Lebens nicht die nach Bali. Nicht die nach Italien. Nicht einmal die um die halbe Welt.

Vielleicht ist die spannendste Reise die zurück zu uns selbst. Zu der Frau, die wir waren, bevor das Leben angefangen hat, uns zu erzählen, wer wir sein sollen. 🌿

Und vielleicht beginnt diese Reise nicht mit einer grossen Entscheidung.

Vielleicht beginnt sie mit einem einzigen ehrlichen Satz: Ich glaube, ich kenne mich noch gar nicht richtig.

Vielleicht ist genau das kein Ende.

Sondern der schönste Anfang deines ganzen Lebens. 🌱

Lass uns interagieren!

Ich lade dich von Herzen ein, aktiv teilzunehmen. Deine Fragen und Anregungen sind mir unglaublich wichtig, denn gemeinsam können wir diese Reise gestalten. Was interessiert dich? Welche Themen bewegen dich? Welche Herausforderungen erlebst du in deinem Leben, und wie wünschst du dir mehr innere Stärke? Deine Gedanken können uns leiten und inspirieren.

Disclaimer:

Dieser Text mag nicht perfekt sein, und das ist in Ordnung. Was zählt, ist die Botschaft, die ich aus tiefstem Herzen mit dir teilen möchte. Lass dich von meinen Worten inspirieren und ermutigen auf deinem eigenen Weg.

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