GRENZEN SETZEN ALS FRAU: DU NENNST ES RÜCKSICHT. MANCHMAL IST ES SELBSTVERRAT.
- Kham Klameth
Anpassen.
Verständnis haben.
Nicht schwierig sein.
Harmonie wahren.
Und ja, manches davon ist Liebe.
Aber manches davon ist etwas anderes.
Etwas, das wir so früh gelernt haben, dass wir es für Charakter halten. „So bin ich halt.“
Wirklich? Oder hast du das nur oft genug über dich geglaubt?
Viele merken gar nicht, dass sie sich ständig selbst verlassen. Weil Selbstverrat selten laut beginnt. Er beginnt leise und so früh, manchmal bevor wir überhaupt Worte dafür finden. Fast unsichtbar. Im Alltag.
Das Telefon klingelt. Jemand fragt freundlich: „Du, könntest du mir einen Gefallen tun?“
Und für einen Sekundenbruchteil ist da etwas. Ein kleines
Mmmh. Eigentlich nicht. Ich mag gerade nicht. Ich bin müde.
Aber noch bevor du dieses Gefühl greifen kannst, hörst du dich sagen:
Ja klar. Mach ich.
Und schwups, bist du schon drüber.
Oder du bekommst eine Einladung. Und dein erstes Gefühl ist nicht Freude.
Sondern so ein mini innerer Widerstand. Kaum spürbar. Nur ein kurzes Zusammenziehen.
Und sofort kommt der Kopf:
Stell dich nicht so an. Sei unkompliziert. Wird schon schön.
Oder ich habe keine Wahl, da muss ich mit.
Und du gehst. Nicht aus echtem Ja. Sondern weil du deinem ersten inneren Wissen nicht getraut hast.
Oder jemand sagt etwas. Ein Satz. Ein Kommentar. Nichts Grosses. Aber irgendetwas in dir zieht sich kurz zusammen. Und noch bevor du fühlen kannst, erklärst du es weg. War sicher nicht so gemeint. Ich bin wohl zu sensibel.
Und wieder, bist du über dich hinweg.
Das sind keine Kleinigkeiten.
Da passiert jedes Mal etwas.
Jedes Mal, wenn du gegen dieses innere Wissen handelst, verkaufst du ein Stück von dir. Nicht monetär. Aber etwas Echtes.
Ein Stück Wahrheit.
Ein Stück Herz.
Ein Stück von deinem wahrhaftigen Selbst.
Und wenn wir das oft genug tun, vertrocknet innerlich etwas.
Wie eine Blume ohne Wasser.
Langsam.Still.
Bis wir Überleben für Leben halten.
Und das Verrückte?
Viele nennen genau das Empathie.
Oder Reife.
Oder Liebe.
Dabei ist es manchmal nur alte Anpassung.
Du nennst es Rücksicht.
Manchmal ist es Selbstverrat.
Ich weiss, das Wort ist hart.
Gut.
Es soll wach machen.
Und weisst du, warum das so schwer ist, es zu zu lassen? Weil es einmal genial war. Diese Anpassung hat dir etwas gesichert.
Nähe.
Zugehörigkeit.
Frieden.
Vielleicht sogar Schutz.
Dein Nervensystem hat gelernt:
Wenn ich mich zurücknehme, bleibe ich verbunden.
Wenn ich mich anpasse, bin ich sicher.
🌿 Das war nie Charakter.
🌿 Das war Strategie.
Und Schutz fühlt sich oft wie Persönlichkeit an. Darum merken es so viele nicht.
Und genau hier beginnt Rückverbindung. Nicht mit: Ich muss endlich lernen Nein zu sagen.
Sondern mit: Moment mal.
War das gerade mein echtes Ja?
Oder nur ein altes Schutzmuster?
Ist das meine Wahrheit?
Oder Anpassung mit freundlichem Gesicht?
Das ist Selbstführung. Nicht Perfektion.
Ein essenzieller unterschied. Lerne das zu Unterscheiden.
Und ja, nicht jedes Unbehagen ist Wahrheit. Manchmal ist es Schutz.
Genau deshalb dürfen wir wieder lernen zu fühlen.
🌱 Feiner.
🌱 Ehrlicher.
🌱 Körperlicher.
Zurück zu dir.
Zu deiner Essenz.
Zu dem Teil in dir, der oft zuerst weiss. Noch bevor dein Kopf dazwischenfunkt.
Und hier entscheidet es sich.
Nicht in einem grossen Schritt.
Sondern in diesen kleinen Momenten, in denen du sonst weitergehen würdest.
Und vielleicht erinnerst du dich sogar, wie sich echtes Ja anfühlt.
Leicht.
Weit.
Still.
Nicht gezogen.
Nicht verkrampft.
Und genau dort beginnt Würde.
Grenzen sind übrigens kein Angriff.
Sie sind Selbstachtung.
Ein Nein kann sehr liebevoll sein.
Und hier etwas, das viele nie hinterfragen:
Du bist nicht harmonisch, wenn du dich dafür verlässt.
Du bist angepasst.
Das tut weh.
Weil es wahr sein könnte.
Und doch liegt darin Freiheit.
Denn wenn du aufhörst, weich mit allen anderen und hart mit dir selbst zu sein, verändert sich etwas.
Du hast mehr Energie. Weil weniger innerer Reibungsverlust da ist.
Mehr Ruhe. Weil du nicht ständig gegen dich lebst.
Mehr Lebendigkeit. Weil du nicht dauernd Teile von dir wegdrückst.
Und ja, auch Menschen reagieren anders auf dich.
🌳 Weniger Druck.
🌳 Weniger verdeckter Groll.
🌳 Mehr Respekt.
Weil Menschen spüren, wenn jemand bei sich ist.
Und plötzlich merkst du:
Grenzen trennen nicht.
Sie ordnen.
Manche nennen das Grenzen setzen.
Ich nenne es aufhören, dich selbst zu verlassen.
Vielleicht beginnt Selbstrespekt nicht dort, wo du laut Nein sagst.
Sondern dort, wo du dieses erste kleine Ziehen ernst nimmst.
Dieses: Mmmh.
Und diesmal nicht drüber gehst oder es ignorierst. Zuerst tief ein und noch tiefer auszuatmen und dich zu fragen, was brauche ich und nicht was will ich…
Heute reicht vielleicht genau das.
🌿 Einmal diesem leisen inneren Signal glauben.
🌿 Einmal nicht über dich hinweg gehen.
🌿 Einmal nicht Selbstverrat mit Nettigkeit verwechseln.
Mehr braucht es am Anfang nicht.
Denn jedes echte Ja zu dir holt etwas zurück.
Und vielleicht ist das die tiefste Form von Rückverbindung:
Nicht jemand Neues zu werden, sondern zurück zu dir kommen. Aufzuhören, dich selbst zu verkaufen.
Und jetzt bist du weiter.
Aber dein System arbeitet noch nach alten Regeln.
Und genau deshalb schaffen wir es oft nicht allein.
Du nennst es Rücksicht.
Manchmal war es Selbstverrat.
Und vielleicht musst du dich heute nicht mehr dafür entscheiden.
Das ist dein Leben.
Und du hast nur dieses eine.
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Disclaimer:
Dieser Text mag nicht perfekt sein, und das ist in Ordnung. Was zählt, ist die Botschaft, die ich aus tiefstem Herzen mit dir teilen möchte. Lass dich von meinen Worten inspirieren und ermutigen auf deinem eigenen Weg.